Jüdische Pflegegeschichte / Jewish Nursing History

// Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Klara Gordon

  • Geboren

    1866

  • Gestorben

    20.12.1937 in Hamburg

  • Nationalität

    deutsch
  • Konfession

    jüdisch

1866

Geburtsdatum

Die Krankenschwester und Oberin Klara Gordon wurde 1866 geboren. Weitere Lebensdaten (z.B. Geburtsort) sind noch zu recherchieren.

1893

Gründerin des Frankfurter jüdischen SchwesternvereinsVerein für jüdische Krankenpflegerinnen ...

1893 gehörte Klara Gordon zu den ersten in Frankfurt am Main ausgebildeten jüdischen Krankenschwestern. Den Frankfurter jüdischen Schwesternverein hat sie mitbegründet.

01.03.1898 - 1937

OberinIsraelitisches Krankenhaus Hamburg

Fast vier Jahrzehnte lang, von 1898 bis zu ihrem Tod 1937, leitete Oberin Klara Gordon die Pflege des Israelitischen Krankenhauses Hamburg. Ihre Vorgängerin, die Ökonomin Amalie Wertheimer, hatte einer Generation von Pflegerinnen angehört, für die es noch keine Schwesternausbildung gab.

1907

Mitglied des Hamburger Schwesternvereins

Als Oberin engagierte sich Klara Gordon für die weitere Professionalisierung des Pflegeberufs. 1907 wechselte sie vom Frankfurter in den Hamburger jüdischen Schwesternverein.

1914 - 1918

Engagement in der Kriegskrankenpflege

Während des Ersten Weltkriegs tat Klara Gordon in der Verwundetenpflege Dienst für Deutschland; sie wurde mit der "Rot-Kreuz-Medaille" ausgezeichnet. Die Leistungen der deutsch-jüdischen Krankenhäuser und Schwesternheime im Ersten Weltkrieg waren in der NS-Zeit vergessen.

1919

Teilnahme an Kuratoriumssitzungen

Oberin Klara Gordon nahm seit 1919 an den Sitzungen des Kuratoriums des Israelitischen Krankenhauses Hamburg teil und konnte dort die Anliegen der Pflegenden vorbringen. Ihr beruflicher Status entspräche heute der Funktion einer Pflegedirektorin.

20.12.1937

Todestag

Nach 40 Dienstjahren als Oberin starb Klara Gordon 1937 vermutlich in Hamburg nach kurzer Krankheit. Zum Abschied würdigte sie Dr. Fritz Warburg, Kuratoriumsvorsitzender des Israelitischen Krankenhauses in Hamburg, als "eine aufrechte Jüdin, allgemein anerkannt als vorzügliche Vertreterin ihres Berufes, die voll tiefem Mitgefühl für alle körperlichen und seelischen Schmerzen ihrer Glaubensgenossen für sie sorgte und doch auch gern Liebestätigkeit den Nichtjuden zuwandte, damit jeder den Segen unseres Krankenhauses empfinde [...]."

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  • Abbildung: Klara Gordon
    Klara Gordon

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