Jüdische Pflegegeschichte / Jewish Nursing History

// Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Thekla Isaacsohn

  • geboreneMandel
  • Geboren

    22.07.1869 in Lippstadt

  • Gestorben

    03.05.1941 in Gurs (Frankreich), Internierungslager

  • Nationalität

    deusch
  • Konfession

    jüdisch

22.07.1869

Geburtsdatum

Die Krankenschwester und Oberin Thekla Isaacsohn geb. Mandel wurde am 22. Juli 1869 in Lippstadt (Kreis Soest, Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen), einer Mittelstadt unweit von Paderborn, geboren; ihre Eltern waren Julie geb. Blaustein und Leopold Mandel.

1893

Mitbegründerin des Frankfurter jüdischen SchwesternvereinsVerein für jüdische Krankenpflegerinnen ...

1893 gehörte Thekla Mandel (später Isaacsohn) zu den ersten in Frankfurt am Main ausgebildeten Krankenschwestern. Den Frankfurter jüdischen Schwesternverein hat sie mitbegründet.

Um 1894 - 1907

OberinGumpertz´sches Siechenhaus

Um 1894 wurde Thekla Mandel Oberin des Gumpertz´schen Siechenhaus. Wegen ihrer Heirat mit Iwan Isaacsohn schied sie 1907 aus dem Schwesterndienst aus.

Um 1907 - Um 1935

Wohnort Linz am Rhein

Zwischen 1907 (Heirat) und 1935 lebte Thekla Isaacsohn in Linz am Rhein (Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz).

Um 1935

Leiterin des "Erholungsheims für israelitische Frauen Baden-Baden e.V." (1913 gegründet von Mathilde von Rothschild, unterstützt von der Frankfurt-Loge Bne Briss)

Spätestens an ihrem letzten Wohnort Baden-Baden (Baden-Württemberg) kehrte Thekla Isaacsohn (inzwischen verwitwet?) wieder in den Pflegeberuf zurück. Ein Beitrag in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. April 1936 über das "Erholungsheim für israelitische Frauen Baden-Baden" erwähnte lobend die beiden Leiterinnen Thekla Isaacsohn und Rebecke Cohn. Die Institution gehörte zum Stiftungsnetzwerk Mathilde von Rothschilds (http://www.ikg-bad-bad.de/judenBaden.htm, aufgerufen am 27.04.2016); sie wurde von der Frankfurt-Loge Bne Briss unterstützt.

22.10.1940

Deportation

Von Baden-Baden wurde Thekla Isaacsohn am 22. Oktober 1940 in das südfranzösische Lager Gurs am Rande der Pyrenäen deportiert. Sie gehört zu den Opfern der berüchtigten "Wagner-Bürckel-Aktion", benannt nach den beiden Gauleitern Robert Wagner und Josef Bürckel, die den Transport am 21. und 22. Oktober 1940 von über 6.000 badischen und saarpfälzischen Deutschen jüdischer Herkunft nach Gurs zu verantworten hatten.

03.05.1941

Todestag

Die in das Lager Gurs verschleppten jüdischen Deutschen waren zumeist älter. Viele kamen durch Hunger, Kälte und ansteckende Krankheiten ums Leben. Die über 70-jährige Thekla Isaacsohn starb am 3. Mai 1941.

1997

Literatur zu Thekla Isaacsohn"... den Kranken zum Troste und dem Jude...

12.10.2010

"Stolperstein" für Thekla Isaacsohn in Baden-Baden, Werderstraße 24 Stolpersteine Baden-Baden

05.03.2011

Gedenkblatt für Thekla Isaacsohn bei Yad VashemGedenkstätte Yad Vashem: Zentrale Datenb...

10.11.2013

Abbildung: "Stolperstein" für Thekla Isaacsohn in Baden-Baden (Fotografie)Isaacsohn, Thekla - Stolperstein

Abbildung: Isaacsohn, Thekla - Stolperstein

Bis 1907

Mitglieder des Frankfurter jüdischen Schwesternvereins und Kolleginnen am Gumpertz´schen SiechenhausRahel Seckbach