Jüdische Pflegegeschichte / Jewish Nursing History

// Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Anni (Anny) Margot Gold

  • Geboren

    25.08.1922 in Wüstensachsen (bei Gersfeld)

  • Nationalität

    deutsch
  • Konfession

    israelit.
  • Chronik
  • Notizen

25.08.1922

Geburtsdatum / Zur Familiengeschichte

Die Pflegerin und Hausangestellte Anni (Anny) Margot Gold wurde am 25. August 1922 als Tochter des Kaufmanns Theobald Gold (geb. 18.06.1877 in Wüstensachsen) und seiner Frau Ida geb. Wildberg (geb. 31.05.1889 in Kleinbardorf/ Königshofen/ Bayern) in Wüstensachsen (heute Ortsteil von Ehrenberg (Rhön), Landkreis Fulda, Hessen) geboren. Sie hatte eine ältere Schwester. Die Familie Gold besaß in Wüstensachsen ein Anwesen mit Ladenlokal, wo der Vater ein Manufakturwarengeschäft mit Wandergewerbe führte. Die Liegenschaft wurde als Folge des antisemitischen NS-Wirtschaftsboykotts 1938 verkauft.

05.1938

Verfolgungsbedinger Umzug von Anni Gold und ihren Eltern nach Frankfurt am Main

Um 1939 - 07.04.1941

Hausangestellte und Pflegerin im Gumpertz'schen SiechenhausGumpertz´sches Siechenhaus

Bis zur Zwangsräumung des Gumpertzschen Siechenhauses (Hinterhaus) am 7. April 1941 war Anni Gold dort als Hausangestellte und Pflegerin tätig.

07.04.1941 - 09.1942

Krankenschwester im Frankfurter jüdischen KrankenhausKrankenhaus der Israelitischen Gemeinde

24.09.1942

Deportation nach Estland

Am 24. September 1942 wurde Anni Gold von Frankfurt am Main nach Estland (Raasiku bei Reval, Tötungsstätte) deportiert, wo sich ihre Lebensspuren verlieren. Zum 8. Mai 1945 wurde sie für tot erklärt, ebenso ihre ebenfalls in der Schoah verschollenen Eltern Ida und Theobald Gold. Anni Golds ältere Schwester (geb. 1909) konnte 1937 mit Ehemann und Kind in die USA flüchten.

21.11.2014

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