Jüdische Pflegegeschichte / Jewish Nursing History

// Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Paula Geismar

  • Geboren

    30.03.1903 in Pforzheim

  • Nationalität

    deutsch
  • Konfession

    jüdisch

30.03.1903

Geburtsdatum

Die Krankenschwester Paula Geismar wurde am 30. März 1903 in Pforzheim (Regierungsbezirk Karlsruhe, Baden-Württemberg) geboren. Die Schmuck-, Uhren- und "Goldstadt" Pforzheim liegt am Fuße des Schwarzwalds.

Um 1924

Ankunft in Frankfurt am Main?Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde

In Frankfurt am Main lernte und arbeitete Paula Geismar vermutlich im Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde.

18.04.1939

Emigration

Paula Geismar verließ am 18. April 1939 Nazi-Deutschland und fand Aufnahme in England, wodurch sie der Shoah entkam. Ihre weitere Biographie bleibt noch zu erforschen.

1980

Literatur zum Antisemitismus in PforzheimGurs - Vorhölle von Auschwitz

Bereits 1980 stellte sich Paula Geismars Geburtsstadt Pforzheim den dunkleren Seiten ihrer Geschichte.

1985

Literatur zur jüdischen Geschichte in PforzheimDie jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzh...

Schon 1985 erstellte der Lehrer und Regionalforscher Gerhard Brändle - im Auftrag der Stadt Pforzheim - eine Dokumentation über die in der NS-Zeit vertriebenen und ermordeten jüdischen Pforzheimerinnen und Pforzheimer.

2001

Literatur zur jüdischen Geschichte in PforzheimJüdisches Pforzheim

2001 verfasste Gerhard Brändle einen historischen Stadtführer durch das jüdische Pforzheim.

15.01.2006

Jüdische Geschichte in Pforzheim / Einweihung der neuen Synagoge

In Paula Geismars Geburtsstadt Pforzheim wurden Juden erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Nach verschiedenen Vertreibungen konnte sich erst seit dem 18. und 19. Jahrhundert eine große und vielfältige jüdische Gemeinde entwickeln. Ihre im "maurisch-gotischen Stil" erbaute Synagoge (1939 abgerissen) war über Pforzheims Grenzen hinaus bekannt. Das Online-Gedenkbuch des Bundesarchivs Koblenz verzeichnet mindestens 252 in Pforzheim geborene und / oder wohnhafte NS-Verfolgte jüdischer Herkunft. Pforzheim war in der NS-Zeit intensiv an der Produktion von Rüstungsgütern beteiligt, die u.a. bei der deutschen Bombardierung der britischen Stadt Coventry eingesetzt wurden. Pforzheimer Rüstungsunternehmen beuteten Zwangsarbeiter/innen und KZ-Häftlinge aus. Britische Luftangriffe zerstörten die Stadt am 23. Februar 1945 fast vollständig; etwa 17.600 Menschen kamen ums Leben. Die 700-jährige jüdische Geschichte in Pforzehiem schreibt seit den 1980er Jahren die neu gegründete Israelitische Kultusgemeinde Pforzheim (vgl. Homepage) fort. Am 15. Januar 2006 konnte sie ein ganz besonderes Ereignis feiern: die Einweihung der neuen Pforzheimer Synagoge.

2008

Literatur zur jüdischen Geschichte in PforzheimLexikon der jüdischen Gemeinden im deuts...